2009-06-18DevDusk München II
Wenn man in München eifrig am IT-Leben außerhalb der üblichen Bürozeiten teilnimmt, stolpert man irgendwann und irgendwo über kojote aka Nils. Und so begab es sich, dass ich irgendwann mal zwischen zwei Webmontagen aus eben jener Quelle von DevDusk erfuhr. Das klang spannend: weniger Marketing als am Webmontag, außer Vorträge noch Diskussion und Socialising mit Technikern. Da musste ich hin.
Zum ersten DevDusk im EineWeltHaus kam ich gleich mal zu spät, macht aber nichts. Bei Geeks durchaus üblich :-) Hauptvortrag dort ging über das Dojo Toolkit. Nicht ganz meine Welt, aber man schaut ja gerne mal über den Tellerrand. Außerdem wurden uns einige Editoren für kollaboratives schreiben vorgestellt. Da musste ich aber schon wieder weg, weil spät und am nächsten Tag früh raus... Zum zweiten DevDusk wurde Ende Mai dann in die Münchner Sun Geschäftstelle geladen. Die ziehen als Adresse wirklich immer. Kündige eine Veranstaltung bei Sun an, und Du hast garantiert mindestens 25 Leute da. Und weil ich zwei Wochen vorher einen Vortrag über das Sammeln von Großrechnern beim VCFE 10.0 hielt, bot sich an, den gleich beim DevDusk 2 nochmal zu halten. Aber der Reihe nach. Nach dem Eurest Häppchen-Buffet war zuerst Contantin dran. Sein Thema: Cloud Computing. Und was Sun daraus und damit macht. Ich selbst bin ja alles andere als ein early adaptor und bei solchen Buzzwords immer erst mal skeptisch. Aber ich muss sagen, Sun hat sich an der Stelle mal wieder sehr sinnvolle Gedanken gemacht und kommt mit einigen wirklich coolen Ideen daher. Ist und bleibt eben eine engineers driven company. Für "Einsteiger" in das Cloud-Geschäft – und den Gelegenheitswebprogrammierer – bietet sich da zembly.com an. Vom Grundprinzip ähnlich wie Yahoo Pipes, aber mehr was für den Kommandozeilenritter. Die "Cloud für Fortgeschrittene" wird ein virtualisiertes Rechenzentrum sein. In das man sich – gerne auch gescripted und automatisiert – nach Belieben neue Server in seine Farm dazu konfigurieren und auch wieder raus konfigurieren kann. So lassen sich z. B. sehr bequem "Slashdot"- oder "Heise"-Effekte in den Griff kriegen, wenn das eigene Startup plötzlich mehr Traffic abkriegt als geplant. Das Rechenzentrum läßt sich sogar graphisch auf- und ausbauen, wir haben Screenshots gesehen. Man stelle sich eine Art Visio in AJAX vor und man erstellt nicht nur die Doku, sondern auch gleich noch die Hardware dahinter :-) Noch ist das kein veröffentlichtes Produkt, deswegen gibt es im Moment auch noch keine Webseite und vor allem keine Preise dazu. Soll aber innerhalb der nächsten paar Wochen bis Monate soweit sein. Kurze Verschnauf- und Umbaupause und schon konnte ich meine Diashow mit Anekdoten präsentieren. Ich hatte Bilder vom Museumsrechenzentrum Cray-Cyber.org dabei und erst mal erklärt, wer wir sind, was wir machen, und was wir wollen. Und dann gab es eine Menge Bilder mit dazugehörigen Geschichten aus sechs Jahren Großrechnersammelei. Wasserkühlung, Klimaanlage, Transporte, Lagerhaltung, Reparatur und Restauration, Führungen, Film & Fernsehen. Der Vortrag war deutlich länger als gedacht, den Leuten scheint es aber gefallen zu haben. Nach mir – schon zu vorgerückter Stunde, aber noch waren fast alle dabei – dann noch Wolfram Kriesing über eine etwas verschlungene Art, automatisiert einen Eventkalender aus vielen unterschiedlichen Quellen zu erstellen. Live und in Farbe ist das Ergebnis als Event Ninja zu betrachten. Auch wieder nicht so ganz mein Fall, ich mache halt kein AJAX und Web 2.0 Zeug. Aber wurscht, lustig war's allemal zu sehen, wie man die unterschiedlichsten Dienste und APIs zu was sinnvollem verknüpft. Danach war's Zeit für die letzte S-Bahn vor Mitternacht. Dummerweise ist die Sun Geschäftsstelle in Heimstetten halt etwas ab vom Schuß nud der ÖPNV im Großraum München legt sich gegen Mitternacht weitgehend schlafen... Alle Slides und zusätzliche Infos sind in der Nachlese zum DevDusk München verlinkt. Wer Lust hat, mal selbst Gastgeber für einen DevDusk zu sein, einen Vortrag beisteuern kann oder will, oder Zugriff auf einen ausreichend großen Raum hat (30+ Personen), bitte unbedingt und sehr gerne melden bei @kojote, bei mir (stief@stiefkind.org, @stiefkind) oder hier einen Kommentar zum Eintrag schreiben. Über Sponsoring eines Imbiss oder der Getränke freut sich die Orga ebenso.
Geschrieben von stiefkind
in Systemheld
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07:03
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2009-05-19Internetsperren, Zensur und kein Sachverstand - ein offener Brief
Schon vor etlichen Tagen schrieb Johannes Gräßler einen offenen Brief an die Herrschaften von der Leyen und Wiefelspütz und beklagt sich über so viel konzentriertes Unwissen. Außerdem bittet Johannes darum, den Brief weiter zu verteilen (CC mit Namensnennung). Einige Passagen sind nach den jüngsten Ereignissen zum Thema Paintball vielleicht nicht mehr ganz aktuell, die Grundaussage des Briefes bleibt aber intakt. Deswegen komme ich der Bitte um weitere Verbreitung auch gerne nach:
Sehr geehrte Frau von der Leyen, Sehr geehrter Herr Wiefelspütz, 2009-05-18Politik für die Jugend
Demokratie ist wichtig. Klappt aber nur, wenn die Bürger eines Landes auch aufgeklärt sind. Sich aufklären lassen. Und dabei immer den gesunden, manchmal auch kritischen Menschenverstand nutzen. Das zu üben kann man kaum früh genug anfangen. Und weil es besser ist, selber Dinge in die Hand zu nehmen als zu warten, bis sich mal irgendwann irgendjemand darum kümmert, hat Nils das Jugend PolitCamp München ausgerufen.
Ich finde das eine gute Idee und werde versuchen, nach Kräften zu helfen. Im Moment braucht es vor allem Leute, die die Kunde verteilen und Leute, die die Veranstaltung irgendwie fördern können und wollen. Spread the word! 2009-05-04Marc Helsen - Road To Nowhere Ich habe das Buch aufgrund des Titels gekauft. Und eigentlich Reiseberichte über exotische Länder erwartet. In gewisser Weise sind das auch alles Reiseberichte über exotische Länder. Aber nicht aus touristischer Sicht. Der belgische Journalist Helsen schließt sich "Ärzte ohne Grenzen" an und bereist mit deren Hilfe Länder, in die längst kein Tourist mehr kommt, weil zu gefährlich. Bürgerkriege, korrupte Regierungen und Flüchtlingslager säumen seinen Weg. In den Ländern spricht er mit Betroffenen, mit Zuständigen und mit Beobachtern. Und zeichnet aus den Aussagen ein recht überzeugendes Bild einer kaputten Welt. Mehr als einmal kam mir beim Lesen der Gedanke, wie wichtig es doch ist, an einer halbwegs funktionierenden Demokratie um jeden Preis der Welt fest zu halten. Von den 430 reich bebilderten Seiten ist es wirklich jede einzelne Wert, gelesen zu werden. 2009-04-17Aus Sprache wird Musik
Seit etwas mehr als zwei Jahren begleiten mich Podcasts auf dem täglichen Arbeitsweg und auf Dienstreisen. Damit ist jetzt erstmal Schluß: Hier stapeln sich viele neue Musikkonserven, die zu Recht meine Aufmerksamkeit einfordern. Und genau betrachtet ist der Zuwachs an Wissen aus Podcasts dann doch auch übersichtlich. Einzig Heldenfunk, Küchenradio und ChaosRadio Express bleiben vorerst noch im RSS-Reader und finden den Weg in den MP3-Player, wenn das Thema passt.
Möglicherweise – und hoffentlich – springen im Gegenzug dafür wieder ein paar mehr Musikempfehlungen aus dem Progrock-Bereich für diesen Blog dabei raus. Nachtrag v. 2009-04-18: Fragen an den Autor vom Saarländischen Rundfunk bleibt auch im Reader. Da hatte ich schon die eine oder andere Anregung für gute Bücher her. Schlaues Kerlchen
Ich habe hier eine ziemlich alte Sun V40z mit einem Hardwareproblem. Waren damals ziemlich flotte AMD Opteron Maschinen, als sie neu waren... Zur weiteren Diagnose braucht Sun Output vom IPMI. Dazu ist erstmal IPMI-Konfiguration notwendig, u. a. Userpflege:
stief@evora:~$ ssh -l manager 10.2.2.10 manager@10.2.2.10's password: Sun Microsystems IPMI v2.0 Service Processor Version: V2.4.0.10 localhost $ id uid=2005(manager) gid=103(manager) groups=103(manager) localhost $ access delete user manager Error. Cannot delete oneself.Wie recht der Klugscheißer doch hat... :-) 2009-04-05Solaris Performance, Benchmarkings und anderer Voodoo
Ich werde gelegentlich von den unterschiedlichsten Leuten immer wieder mal unterschiedliche Fragen zum Thema Performance auf Solaris gefragt. Zuletzt kam eine Diskussion im Sun Userforum Sonnenblen.de auf, in der jemand wissen wollte, was eigentlich die Werte für den load average einer Maschine aussagen, wie sie z. B. von dem Kommando uptime ausgespuckt werden.
Ich werde hier jetzt nicht anfangen, eine Abhandlung über Performance-Messung eines Unix-Systems zu schreiben. Aber es gibt eine Menge Links zu den Grundlagen des Solaris-Kernels und es gibt auch Werkzeuge, die helfen, die passenden Zahlenwerte zu sammeln, um ein Performance-Problem verstehen zu können. Für Solaris <10, genau genommen sogar <8 gibt es ein recht gutes Buch zum Thema: Adrian Cockcroft, Richard Pettit Das Buch müsste z. B. bei Amazon US noch neu zu kriegen sein. In dem Buch wird recht schön beschrieben, wie welche Messwerte zusammen spielen und worauf man schauen muss, wenn ein bestimmter Wert aus der Reihe tanzt. Oft genug darf nämlich ein einzelner Wert auch mal länger gehörig aus der Reihe tanzen, solange es den anderen Parametern allen gut geht. In dem Buch ist außerdem die Rede von einem SE Toolkit. Das ist eine Sammlung nützlicher Scripts und Tools, um der Performance eines Systems auf den Grund zu gehen. Es gibt bunte graphische Outputs und man bekommt Hinweise, wo man tunen kann oder sollte. Das SE Toolkit ist natürlich auch unabhängig vom Buch zu bekommen. Der Buchautor Adrian Cockroft ist nach wie vor im Performance-Bereich unterwegs und schreibt darüber gelegentlich in seinem Blog. Wer noch weiter zurück gehen muss, sei auf das sog. Solaris White Album verwiesen. Das ist im Prinzip eine Sammlung von Whitepapers und technischen Aufsätzen anlässlich verschiedener Konferenzen, in denen die Architektur des Kernels und kernelnaher Subsysteme für Solaris 2.x beschrieben sind. Es gibt dazu einen Blogeintrag, der viele der Papers verlinkt. Für Solaris 8 gibt es dann das erste Solaris Internals Buch, das im wesentlichen Kernel-Strukturen beschreibt, und das sehr ausführlich: Jim Mauro and Richard McDougall Irgendwann zwischen Solaris 7 und Solaris 10 hat das Benchmark Center von Sun in Langen eine ToolsCD heraus gegeben mit einem Sammelsurium an unterschiedlichsten Werzeugen für Benchmarks und Performance-Untersuchungen. Die CD ist nach wie vor bei Sun zum Download verfügbar. Zur CD gibt es auch einen Post auf opensolaris.org, wo die ToolsCD 3.0 angekündigt wird. Da stehen dann auch ein paar mehr Details zur CD und zu den darauf enthaltenen Werkzeugen. Und es gibt auch eine Präsentation dazu, wo die CD ausführlicher vorgestellt wird. Etwa in die selbe Zeit wie die ToolsCD fällt eine Präsentation von Uli Gräf zu üblichen Performance-Probleme wie sie bei Kunden damals häufig vorkamen. In der Präsentation werden auch Lösungsansätze aufgezeigt. Mittlerweile evangelisiert Uli ja überwiegend mit OpenSolaris, insbesondere ZFS. Im Archiv des LinuxTags gibt es besagte Präsentation von Uli zum Download. Und damit sind wir dann bei Solaris 10 angelangt. Das bringt mit DTrace zwar ein sehr umfangreiches Instrumentarium mit, aber auch dazu muss man erstmal verstehen, was man messen will. Natürlich gibt es auch hier die passende Literatur: Richard McDougall and Jim MauroRichard McDougall, Jim Mauro and Brendan Gregg Solaris Performance and Tools: DTrace and MDB Techniques for Solaris 10 and OpenSolaris (2006) http://www.sun.com/books/catalog/solaris_perf_tools.xml Passend zu den Büchern gibt es auch ein Solaris Internals Wiki. Bereits genannt habe ich DTrace als Werkzeug. DTrace ist sehr mächtig, aber auch sehr umfangreich und gerade für Einsteiger nicht eben leicht zu überblicken. Die "offizielle" Dokumentation dazu ist der Solaris Dynamic Tracing Guide. Ähnlich dem oben genannten SE-Toolkit gibt es auch für DTrace eine Sammlung fertiger Scripts, die man entweder out of the box verwendet oder als Ausgangspunkt für eigene Modifikationen nimmt. Das Ding heißt dann auch DTrace Toolkit. Das Bigadmin-Portal bei Sun bietet auch eine eigenen Einstiegsseite zu DTrace mit allerlei interessanten und hilfreichen Links dazu. Und es gibt im Bigadmin-Portal auch eine generelle Seite zu Solaris Performance. Übrigens greifen eine ganze Reihe der Statistik-Werkzeugen in Solaris 10 auf DTrace-Mechanismen zurück (lockstat, plockstat, vmstat, mpstat...). Wer gerne mal so zwischendurch ein bisschen auf dem laufenden bleibt, was sich in der Performance- und Benchmarkingwelt so tut, für den habe ich drei Blogs aus dem Sun-Universum parat: BMSeer liest sich gelegentlich wie Sun Propaganda (höher, schneller, weiter). Die Berichte taugen immerhin, um herauszufinden, wo IBM seine Schwächen hat. Es gibt umgekehrt auch einen ähnlichen Blog von IBM. Der ist aber noch viel mehr gehirngewaschen, deshalb ist er wieder aus meinem RSS-Reader gefallen. Brendan Gregg macht im Moment viel mit dem Storage 7000 rum, einigen hier sollte er aus dem Video bekannt sein, wo er in ein JBOD rein brüllt und mittels DTrace zeigt, dass die Latenz bei denjenigen Platten deutlich ansteigt, die durch das Brüllen in Vibration versetzt wurden. Generell lohnt sich, mal auf den Sun-Blogs nach Stichworten rund um Performance, DTrace etc. zu suchen. Ich kenne keinen anderen Hersteller aus der IT-Welt, wo so viele Engineers so exzellente, hochwertige Blogartikel abliefern. Und wer gerne mal was von außerhalb Suns lesen will, der kann sich ja mal bei SPEC umschauen. Die veröffentlichten Ergebnisse zu SPECfp und SPECint (Detailberichte, beides z. B. aus SPEC2000) sind gelegentlich nicht uninteressant. Darin müssen nämlich z. B. auch Compileroptionen veröffentlicht werden, mit denen die Benchmarks gefahren werden. Weil Benchmarking eigentlich Voodoo ist, ist es für einen aussagekräftigen Vergleich der Ergebnisse unabdingbar, sich auch die jeweils konkrete Messmethode mit anzuschauen. So, viel Material für die Osterwoche. Ich wünsche viel Spaß bei der Sekundärliteratur :-) 2009-03-18Sun ILOM auf default zurück setzen
Gestern habe ich drei Stunden damit verbracht, eine dokumentierte Prozedur zu finden, mit der ich den Service Prozessor eines Sun Unified Storage 7410 auf Factory Defaults zurück setzen kann. Scheint mir eine sehr gut versteckte Info bei Sun zu sein. Grund genug also, für mehr Verbreitung der Prozedur zu sorgen.
Voraussetzung: Man hat ein System mit einem GRASP U-Boot Loader. An einer seriellen Konsole sieht man das, wenn man am Service Processor den Strom anmacht: U-Boot 1.1.4 custom GRASP U-Boot 1.3 (Sep 12 2008 - 13:52:00) r36901 U-Boot code: 01F00000 -> 01F291D8 BSS: -> 01F2E8EC IRQ Stack: 01edff3c, FIQ Stack: 01edef3c, SVC Stack: 01eddf34 RAM Configuration: Bank #0: 00000000 120 MB Flash: 16 MB readonly: ethaddr=00:14:4F:F7:D4:A2 Net: ast_eth0 Booting linux in 3 seconds... [...] Normalerweise würde da jetzt der Service Prozessor fertig booten und sich irgendwann mit dem Login-Prompt melden, an dem man sich dann unter normalen Umständen einloggen kann: SUNSP00144FF7D4A2 login: root Password: Sun(TM) Integrated Lights Out Manager Version 2.0.2.5 Copyright 2007 Sun Microsystems, Inc. All rights reserved. Use is subject to license terms. Warning: password is set to factory default. -> Nehmen wir mal an, man hat das Root-Passwort vergessen. Was tun? Naheliegend wären so Sachen wie während des Einschaltens ein break-Signal zu schicken. Oder irgendeine Escape-Sequenz. Oder gleich nach dem Einschalten einen Knopf an der Maschine für fünf Sekunden gedrückt halten, dann eine Sekunde loslassen und nochmal drei Sekunden drücken oder irgend so was. Ist ja nicht das erste und einzige embedded system auf dieser Welt und alle haben irgendwelche solche Prozeduren. An dem Sun Service Prozessor funktioniert offenbar keine einzige dieser Prozeduren. Also Studium von Handbüchern. Nichts zu finden. Recherche mit einer beliebigen Kombination der Begriffe factory, default, reset, x4450, 7410, recover, root, password und einiger esoterischer Keywords an die ich mich heute nicht mehr erinnere, führt nicht annähernd da hin, wo man hin will. In den Sun FireTM X4140, X4240, and X4440 Servers Product Notes wurde das mittlerweile eilig aufgesetzte human google cluster dann fündig. Im Abschnitt Service Processor (SP) Issues steht die Prozedur erklärt. In Kurz: bevor Linux bootet, gibt man die magische Zeichensequenz xyzzy ein und fällt dann in einen U-Boot Prompt, an dem man die preserved settings zurück setzen kann. Es ist zu hoffen, dass ein deutsches Keyboard dann auch als solches erkannt und benutzt wird... :-) In echt sieht das dann so ähnlich aus: U-Boot 1.1.4 custom GRASP U-Boot 1.3 (Sep 12 2008 - 13:52:00) r36901 [...] Booting linux in 3 seconds... xyzzy DORADO_ONE>setenv bootretry=-1 DORADO_ONE>setenv preserve_conf no DORADO_ONE>saveenv DORADO_ONE>reset Der Service Prozessor bootet jetzt durch, spuckt dabei irgendwann eine Meldung aus, dass er an Amnesie leidet und deshalb alles vergessen hat, was jemals auf ihm konfiguriert war. Das root-Passwort ist jetzt wieder default, nämlich changeme: [...] Checking device file systems Finished check of device file systems Checking configuration files state ... ... not preserving config ... Restoring configuration files ... Removing old configuration files Restoring default configuration files Configuration files state good Mounting local filesystems... Running ldconfig...done [...] Ich habe in den letzten 10+ Jahren schon viele seltsame Einsprungverfahren zum Recovery von irgendwelchen Systempasswörtern erlebt. Die Tastenkombination xyzzy ist die bisher mit weitem Abstand skurrilste... Ach und übrigens: Ein Sun Unified Storage setzt eigenmächtig das root-Passwort des Service-Prozessors auf die selbe Zeichenkette, auf die man bei der Erstinstallation des Systems das root-Passwort des eigentlichen Storage-Systems setzt. Noch habe ich keine Stelle gefunden, wo dieses Verhalten dokumentiert wäre... 2009-03-15MUCOSUG-Meeting kommenden Mittwoch, 18. März, ab 19hDas nächste MUCOSUG-Meeting steht an. Kommenden Mittwoch ist dazu ab 19h im Fliegerbräu einen Tisch auf den Namen "Stief" reserviert. Ich werde zwei Bücher zur Ansicht mitbringen. Außerdem würde ich gerne ein paar Ideen sammeln für die nächste OpenSolaris Developer Conference, die im Herbst 2009 irgendwo in Deutschland stattfinden soll. Details zur Veranstaltung (insbesondere, wie man hin kommt) auf der MUCOSUG Webseite Wir sehen uns am Mittwoch im Fliegerbräu! 2009-03-02Vortrag für Admins: Über Authentifizierung und Authorisierung![]() Die Münchner Gruppe der German Unix User Group trifft sich am Montag, den 9. März 2009 an der Hochschule München zum Vortrag mit anschließender Fachsimpelei beim Bier: Christian Horn A Sysadmins Guide to Authentication and Authorization Es geht um aktuelle Protokolle und Software aus dem Umfeld (LDAP, Kerberos), auch was in der Historie so benutzt wurde und wie man verschiedene Techniken zusammenbringen kann. Der Vortrag findet statt um 19h ct an der Hochschule München, Lothstraße 34, Gebäude G, Raum G1.27. Regelmäßige Teilnehmer kennen den Raum :-) Danach Fachsimpelei, Bier und was zu Essen beim Jugoslawen um die Ecke. Anfahrt mit Oeffentlichen per Tram 20/21, Haltestelle Lothstraße. Parkplätze für Autos sind vereinzelte zu kriegen. Der Vortrag ist offen für jeden Interessierten, also diese Einladung gerne unter Kollegen, Freunden und Bekannten weiter reichen. Die Veranstaltung ist sowohl free as in free beer als auch free as in free speech.
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